Installation SuSE Linux 10 von einem FTP-Server |
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Nachdem eine typische Linux-Installation 1-2 GB an Daten umfasst, benötigt man dazu allerdings eine schnelle Internetverbindung ohne Beschränkungen der Onlinezeit bzw. des Übertragungsvolumens. Andernfalls besorgt man sich besser Installations-CDs. VorbereitungenWahl des FTP-ServersDie OpenSuse Seite liefer eine Liste der verfügbaren Mirrors für die Installation. Wählen Sie einen Server in Ihrer Nähe aus. Der Link "Installation Repository" führt in das entsprechende Verzeichnis auf dem FTP-Server. Bei der Erstellung dieser Anleitung wurde der Server der RWTH Aachen verwendet. Für Installation wird ein bootfähiges Medium benötigt. Im Unterverzeichnis boot befindet sich ein ISO-Image namens boot.ini zur Erstellung einer bootfähigen CD. Um das Image auf CD zu brennen reicht es bei vielen Brennprogrammen, die Datei nach dem Download einfach im Windows-Explorer doppelt anzuklicken. Da die CD nur zur Installation benötigt wird, empfiehlt sich die Verwendung eines wiederbeschreibbaren Mediums. Nachdem die Boot-CD erstellt ist, kann die Installation beginnen. Starten sie ihren Computer neu und booten sie von der CD. Gegebenenfalls muss im BIOS-Setup noch die Bootreihenfolge angepasst werden, damit der Computer nicht von der Festplatte startet. Installation direkt vom ServerNach dem Bootvorgang erscheint folgendes Menü:
Nach der Wahl des Punkts Installation lädt SuSE den Kernel und initialisiert die Hardware:
Da keine Installations-CD vorhanden ist wird eine Warnung ausgegeben und die Installationsroutine wechselt in den manuellen Modus:
Im nächsten Schritt fragt SuSE die Sprache und das Tastaturlayout ab. Anschließend gelangt man in das Hauptmenü:
Bevor die eigentliche Installation beginnen kann, muss man an dieser Stelle sicher stellen, dass die benötigten Hardwarekomponenten geladen sind. Wichtig ist in erster Linie, dass die Treiber für die Netzwerkkarte und die Festplattencontroller geladen sind. Unter dem Punkt Systeminformationen lässt sich überprüfen, welche Geräte SuSE erkannt hat. Unter den Netzwerkgeräten sollte ein Gerät mit dem Namen eth0 gelistet sein. Andernfalls hat SuSE die Netzwerkkarte nicht erkannt:
Ebenso sollte unter Festplatten / CD-ROMs die Festplatte des Systems gelistet sein. Diese ist nach der Nomenklatur von Linux entweder als /dev/hda bzw. /dev/sda bezeichnet. Falls die Hardware nicht automatisch erkannt wurde, besteht die Möglichkeit, zusätzliche Treiber manuell im Menü Kernel-Module nachzuladen. Die Frage nach den Parametern für ein geladenes Modul kann man normalerweise bei PCI-Geräten einfach leer lassen und bestätigen. Bei ISA-Karten ist es gelegentlich notwendig, den verwendeten Port bzw. IRQ der Karte anzugeben. Wenn alle benötigten Module (Soundkarten und ähnliches müssen an dieser Stelle noch nicht unbedingt geladen werden) geladen sind, kann man die Installation starten. Es folgt jetzt eine ganze Reihe von Abfragen: 1. Wird abgefragt, ob eine neue Installation erfolgen soll, oder ob ein bereits installiertes bzw. ein Rettungssystem gestartet werden soll.
2. Bei der Wahl der Installationsquelle sollte man Netzwerk wählen
3. Als Netzwerkprotokoll wird FTP verwendet.
4. Falls im Netzwerk ein DHCP-Server zur automatischen Vergabe von IP-Adressen vorhanden ist, kann man hier mit Ja antworten. Andernfalls muss man die Einstellungen von Hand vornehmen.
Im nächsten Schritt muss die IP-Adresse des Servers eingegeben werden, von dem installiert werden soll:
Die IP-Adresse, des Servers lässt sich am schnellsten in der Kommandozeile von Windows mit dem Befehl ping Computername (in diesem Fall sunsite.informatik.rwth-aachen.de) ermitteln.
Die anschließende Frage kann getrost mit Nein beantwortet werden. Bei den FTP-Servern, die SuSE auflistet, ist keine Anmeldung zum Zugriff notwendig. Der anonyme Zugriff auf den Server reicht aus. Ein HTTP-Proxy ist lediglich notwendig, wenn man sich hinter einer Firewall befindet, die keine FTP-Verbindungen nach außen zulässt. Als Verzeichnis auf dem Server wird jetzt anhand der Verzeichnisstruktur auf dem Server /pub/linux/opensuse/distribution/SL-10.0-OSS/inst-source/ angegeben:
Anschließend lädt die Installationsroutine das Installationssystem vom Server. Dieses umfasst 65 MB - je nach Geschwindigkeit der Internet-Verbindung kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wenn der Download abgeschlossen ist, lädt SuSE die grafische Installationsroutine und präsentiert die Lizenzvereinbarung:
Nachdem die Lizenz akzeptiert ist lädt SuSE einige Module. Bestätigen sie die Dialoge mit OK bis sie zur Auswahl der Zeitzone gelangen.
Wichtig ist hier die Auswahl der Option "Rechneruhr eingestellt auf". In der Regel wird "lokale Zeit" die richtige Einstellung sein. Unten rechts sehen sie welche Uhrzeit SuSE für die jeweilige Option übernehmen würde. Im nächsten Schritt wird gewählt, welche grafische Oberfläche installiert werden soll. Zur Auswahl stehen KDE und Gnome. Unter "Andere" kann weiterhin ein minimales grafisches System (hinter dem sich der Windows Manager TWM verbirgt) bzw. beispielsweise für Server an denen nicht direkt gearbeitet werden soll auch ein reines Textsystem gewählt werden:
SuSE baut jetzt die Liste der verfügbaren Optionen auf und listet diese überblicksartig. Da in diesem Schritt auch die Liste der zur Installation verfügbaren Programme aufgebaut wird dauert dies einige Minuten:
Jetzt besteht die Möglichkeit, die automatisch vorgegebenen Einstellungen anzupassen. So kann beispielsweise die Partitionierung der Festplatte geändert werden oder es können und es können Programme ausgewählt werden, die installiert werden sollen. Pakete können jederzeit später über Yast2 bequem nachinstalliert werden. Um die Installation zu beschleunigen können deshalb zu diesem Zeitpunkt ohne weiteres nicht unbedingt benötigte Pakete abgewählt und später bei Bedarf nachinstalliert werden. Nach einer abschließenden Bestätigung beginnt SuSE Partitionen zu erstellen und zu formatieren bzw. gegebenenfalls vorhandene Windows-Partitionen zu verkleinern. Anschließend werden die ausgewählten Pakete heruntergeladen und installiert:
Je nach Umfang der zur Installation ausgewählten Pakete und der Geschwindigkeit der Internet Verbindung kann dieser Vorgang von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden in Anspruch nehmen. Einrichtung des SystemsNachdem alle Pakete geladen Sind bootet das neu installierte System von der Festplatte:
Anschließend läuft eine erneute Hardwareerkennung. Bestätigen Sie die Nachfragen:
Vergeben sie ein Passwort für den Administrator root. Im nächsten Schritt erfolg die Einrichtung des Netzwerks. Auch hier läuft wieder eine Hardwareerkennung für Netzwerkkarten, DSL-Geräte, ISDN-Karten und Modems, wobei sie die nicht benötigten Komponenten auch überspringen können. Anschließend erscheint eine Übersicht in der sie die Möglichkeit haben, die verschiedenen Netzwerkkomponenten wie die Firewall, DSL- oder Dialup-Zugänge oder die Fernwartung über VNC einzurichten:
Im nächsten Schritt testet die Installationsroutine die Internet-Verbindung und bietet die Möglichkeit, das Online-Update auszuführen, um die installierten Pakete auf den aktuellen Stand zu bringen. Dies ist auf jeden Fall empfehlenswert, kann jedoch auch nach Abschluss der Installation aus Yast2 heraus erfolgen. Anschließend wird die Art der Authentifizierung für Benutzer abgefragt. Für einen Rechner im privaten Netzwerk sollte in der Regel die lokale Methode gewählt werden. LDAP und NIS setzen Linux-Server voraus, die Listen über Benutzer zur Verfügung stellen und Samba wäre bei der Einbindung in eine Windows-Domäne die Methode der Wahl:
Wer will kann jetzt noch einen neuen Benutzeraccount erstellen:
SuSE führt jetzt eine Reihe von Scripten aus, die Konfigurationsdateien schreiben und "aufräumen":
Abschließend zeigt SuSE einen Text mit Hinweisen zur Version an und startet dann eine abschließende Hardwareerkennung für zusätzliche Geräte wie die Grafikkarte, TV-Karten oder Bluetooth-Geräten. Bestätigen sie die Nachfragen nach Komponenten, die tatsächlich in ihrem System vorhanden sind. Alle anderen können sie auch überspringen:
Ist die Konfiguration der Hardware abgeschlossen gratuliert SuSE und fordert den Benutzer zu seinem ersten Login an dem neu installieren System auf:
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