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Drupal ist ein Open Source Content
Management System das zugleich einfach zu erlernen ist aber auch einen großen
Funktionsumfang bietet. Das System richtet sich primär an Blogger und Community
Webseiten. Es eignet sich aber auch bestens für Selbständige und kleinere
Unternehmen. Dieses Tutorial beschreibt die Installation von Drupal auf einem
typischen Webserver mit Apache, PHP und MySQL als Datenbank sowie die ersten
Schritte bei der Einrichtung des Systems.
Voraussetzungen
Drupal ist für den Einsatz auf Apache Webservern entwickelt. Bei einer
korrekt eingerichteten PHP Unterstützung ist es allerdings auch unter IIS
lauffähig.
Weiterhin benötigt es eine PHP Version ab 4.3.3 mit installieren XML Erweiterungen.
Die Einstellungen einer PHP Standardinstallation sind in aller Regel ausreichend.
Als Datenbanksystem kann entweder MySQL in einer Version ab 3.23.17 bzw. PostgreSQL
ab Version 7.3.
Auf der offiziellen Webseite findet sich eine detaillierte Beschreibung der
Systemvoraussetzungen.
Installation von Drupal
Laden Sie sich das Installationspaket herunter und packen Sie es auf Ihrem
Computer aus. Falls Sie Probleme damit haben, die .tar.gz Datei auszupacken
können sie beispielsweise auf den kostenlosen Entpacker Filzip zurückgreifen.
Konfigurationsdatei anpassen
Vor dem Upload der Dateien auf den Webserver sollten sie in der Konfigurationsdatei
von Drupal die Zugangsdaten für ihre Datenbank eintragen. Die Konfigurationsdatei
heißt settings.php findet sich im Verzeichnis sites/default.
Etwa in der Mitte der Datei finden Sie folgenden Abschnitt:
* Database URL format:
* $db_url = 'mysql://username:password@localhost/databasename';
* $db_url = 'mysqli://username:password@localhost/databasename';
* $db_url = 'pgsql://username:password@localhost/databasename';
*/
$db_url = 'mysql://username:password@localhost/databasename';
$db_prefix = '';
In der Variable $db_url wird sowohl der Typ der Datenbank
(MySQL, MySQLi bzw. PGSQL) als auch die Zugansdaten und der Datenbankname angegeben.
Die Variable $db_prefix sollten sie leer lassen wenn sie nicht
unbedingt Präfixe für die Tabellennamen benötigen. In unserem
Beispiel sieht der geänderte Eintrag in der Konfigurationsdatei dann so
aus:
$db_url = 'mysql://db_benutzer:db_passwort@localhost/drupal_t';
$db_prefix = '';
Upload der Dateien
Sie können Drupal nun mit einem FTP-Programm ihrer Wahl auf Ihren Webserver
hochladen. Es sind jedoch nicht alle im Installationspaket enthaltenen Dateien
notwendig:

SQL Datei einlesen
Bevor Drupal einsetzbar ist muss jetzt noch die SQL Datei eingelesen werden.
Am einfachsten geht dies über phpMyAdmin bzw. ein vergleichbares Administrationstool
für die Datenbank ihrer Wahl.
Die SQL-Dateien liegen im Verzeichnis database. Die Datei database.4.0.mysql
eignet sich für MySQL in der Version 3.x und 4.0x. Sollte auf Ihrem Server
MySQL 4.1x zum Einsatz kommen wählen sie die Datei database.4.1.mysql.
Wenn sie unsicher sind, welche MySQL Version auf Ihrem Server läuft, so
lässt sich dies leicht über phpMyAdmin herausfinden. phpMyAdmin zeigt
auf der Übersichtsseite die MySQL Version an:

Klicken sie anschließend in der linken Spalte auf den Namen der Datenbank.
Rechts erscheint eine Reihe von Reitern. Der Dialog zum Einlesen von SQL Dumps
findet sich je nach Version von phpMyAdmin im Reiter SQL bzw. Importieren. Wählen
Sie die passende SQL Datei auf Ihrer Festplatte aus und importieren sie diese:

Wenn alles funktioniert hat bestätigt phpMyAdmin den erfolgreichen Import:

Verzeichnisse tmp und files anlegen
Zum Abschluss empfiehlt es sich, auf dem Server noch zwei Verzeichnisse anzulegen,
damit Drupal mit dem vollen Funktionsumfang genutzt werden kann. Das Verzeichnis
files wird von Drupal genutzt um dort Dateien abzulegen, die durch den Administrator
bzw. den Benutzer auf den Server geladen werden. Im Verzeichnis tmp legt Drupal
bei Bedarf temporäre Dateien ab. Beide Verzeichnisse sollen beschreibbar
sein. Setzen sie deshalb die Berechtigungen auf 777:

Erste Schritte
Drupal ist jetzt fertig konfiguriert und die neue Installation kann im Browser
aufgerufen werden:

Es ist noch kein Benutzer eingerichtet – klicken Sie deshalb auf Create
new account und erstellen sie sich einen Zugang zur Administration
des Systems.
Deutsche Sprache installieren
Laden sie sich zunächst auf der Drupal
Webseite das deutsche Sprachpaket herunter und packen sie die Datei aus.
Damit das Sprachpaket installiert werden kann muss allerdings zuerst die entsprechende
Funktion aktiviert werden. Wechseln sie dazu in den Dialog administer
=> modules und aktivieren sie das Modul locale:

In der Navigation links erscheint der neue Menüpunkt localization.
Wählen Sie import und wählen sie das ausgepackte deutsche Sprachpaket
auf der Festplatte aus:

Sie können die deutsche Sprache jetzt aktivieren und als Standardsprache
aktivieren. Wenn Sie die Seite ausschließlich auf Deutsch angeboten werden
soll können sie auch Englisch deaktivieren:

Vorlage, Logo und Favicon
Von Haus aus bringt Drupal eine Reihe von Templates mit die zur Auswahl stehen.
Die Liste der verfügbaren Vorlagen finden Sie unter Verwalten =>
Themes.
Über den Link Konfigurieren hinter einem Aktiven Template
besteht zudem die Möglichkeit, ein eigenes Logo sowie ein eigenes Favicon
einzubinden:

Um die Upload Funktion nutzen zu können müssen jedoch die Verzeichnisse
files und tmp angelegt und beschreibbar sein.
Wenn sie noch nicht über ein eigenes Favicon verfügen findet sich
auf der Webseite von Chami ein kostenloser
Online Generator
für Favicon Dateien.
Um die Upload Funktion nutzen zu können müssen jedoch die Verzeichnisse
files und tmp angelegt und beschreibbar sein.
Wenn sie noch nicht über ein eigenes Favicon verfügen findet sich
auf der Webseite von Chami ein kostenloser Online Generator für Favicon
Dateien.
Suchmaschinenfreundliche URLs
Drupal bietet von Haus aus eine sehr gute Unterstützung für suchmaschinenfreundliche
URLs. Sie setzt voraus, dass als Webserver Apache zum Einsatz
kommt und das Modul mod_rewrite geladen ist. Die Direktive
AllowOverride sollte nicht auf None stehen.
Da diese Voraussetzungen beispielsweise auf Servern mit der Konfigurationssoftware
Confixx nicht zwangsläufig gegeben sind, ist die Funktion nach der Installation
noch nicht aktiviert.
Aktivieren sie deshalb unter Verwalten => Module das Modul
path:

Wechseln sie jetzt in das Menü Verwalten => Einstellungen =>
Allgemeine Einstellungen. Hier finden Sie jetzt eine Option zum Aktivieren
der suchmaschinenfreundlichen URLs:

Bevor sie die Option aktivieren können müssen sie hingegen über
den Link Suchmaschinenfreundliche URLs testen erst testen ob
ihr Server die Funktion unterstützt. Ist der Test erfolgreich, so sind
die Optionen oberhalb nicht mehr ausgegraut. Wählen sie Aktiviert und speichern
sie die Einstellungen.
Während das System von Haus aus URLs nach dem Schema /?q=node/1 erzeugt
werden die URLs jetzt so umgeschrieben wie wenn die Inhalte in Verzeichnissen
organisiert wären. Der gleiche Link auf die Startseite sieht jetzt so aus:
/node/1
Dies hat einerseits den Vorteil dass Suchmaschinen ihre Seite besser indizieren
können und somit die Chance steigt dass die Crawler auch bis in die Tiefe
ihrer Seite vordringen. Drupal geht aber noch einen Schritt weiter und bietet
ihnen die Möglichkeit, ihre URLs annähernd frei zu definieren und
somit URLs zu erzeugen die besser lesbar sind und wichtige Keywords enthalten
können.
Beim Erstellen von Inhalten finden sie dafür am unteren Rand des Bildschirms
den Abschnitt URL-Alias-Einstellungen:

Hier können sie einem frisch erstellten Inhalt quasi eine beliebige selbst
gewählte URL zuweisen. Leerzeichen, Umlaute und sonstige Sonderzeichen
sollten sie dabei vermeiden – ebenso wie ein abschließendes /.
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