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SuSE liefert für ältere Distributionen lediglich sicherheitsrelevante
Updates. Neuere Paketversionen sind oftmals nur durch das manuelle Compilieren
zu installieren. Für Samba können
seit einiger Zeit jeweils aktuelle RPM-Pakete für diverse SuSE Versionen
sowie Red Hat Enterprise Linux über den FTP-Server
der Firma SerNet heruntergeladen werden.
Dieses Tutorial beschreibt, wie Sie diese Pakete zur Installation bzw. zum Update
von einer früheren Samba-Version verwenden können.
Sichern der Konfiguration
Falls Sie Samba bereits produktiv im Einsatz haben, empfiehlt es sich, vor
einem Update die Konfiguration zu sichern. Die Konfigurationsdateien befinden
sich üblicherweise im Verzeichnis /etc/samba. Durch den Befehl cp -r
/etc/samba /root läßt sich das Verzeichnis in das Home-Verzeichnis
des root Benutzers sichern, um gegebenenfalls darauf zurückgreifen zu können.
Deinstallation der Vorversion
Wenn bereits eine Version 2.x von Samba installiert ist, muss diese zuerst
deinstalliert werden. Dies läßt sich einfach über YaST2 im Bereich
Software unter dem Punkt Software installieren oder löschen erledigen.
Oben Links bietet der Punkt Filter, die Möglichkeit über die Option
Suche nach allen zu Samba gehörigen Pakete zu suchen. Die KDE-Pakete können
installiert bleiben. Ebenso das Paket libsmbclient - hier ist in der Regel ein
Update möglich. Durch mehrfaches Klicken auf die Auswahlbox vor den Paketnamen
können Sie zum Löschen markiert werden:

Nach dem Bestätigen des Dialogs entfernt YaST2 die gewählten Pakete.
Installation von Samba 3.x
Beim Download der aktuellen Samba-Pakete
sollten Sie darauf achten, dass Sie die passenden Pakete zu Ihrer Distribution
auswählen. Derzeit bietet Sernet Pakete für die SuSE Versionen 8.2
bis 9.3. Es sind nicht alle angebotenen Pakete notwendig. So können sie
beispielsweise die Pakete samba3-python oder samba3-vscan problemlos weglassen.
Nach dem erfolgreichen Download werden die aktuellen Pakete von der Konsole
aus über den Paketmanager rpm installiert. Beginnen sollten Sie mit dem
Paket libsmbclient. Falls Sie Samba bereits installiert hatten, ist dieses noch
in das System eingebunden. Es wird deshalb lediglich aktualisiert. Benutzen
Sie dafür den folgenden Befehl:
rpm -F libsmbclient-3.0.14a-20.i386.rpm
Sollten Sie Samba neu installieren, benutzen Sie den folgenden Befehl, um die
Samba Library zu installieren:
rpm -i libsmbclient-3.0.14a-20.i386.rpm
Der Dateinamen variiert dabei natürlich in Abhängigkeit von der jeweils
aktuellen Version von Samba. Anschließend werden die übrigen Pakete
installiert:
rpm -i samba3-client-3.0.14a-20.i386.rpm
rpm -i samba3-3.0.14a-20.i386.rpm
rpm -i samba3-winbind-3.0.14a-20.i386.rpm
rpm -i samba3-doc-3.0.14a-20.i386.rpm
rpm -i samba3-cifsmount-3.0.14a-20.i386.rpm
Samba ist jetzt auf dem System eingerichtet. Die Konfigurationsdateien wurden
hingegen durch die neuen Pakete überschrieben. Um die anfangs gesicherte
Konfiguration wiederherzustellen können die gesicherten Dateien mit dem
Befehl cp /root/samba/* /etc/samba wiederhergestellt werden.
Samba aktivieren
Zuletzt muss Samba noch gestartet werden. Dies lässt sich wiederum über
den in YaST2 integrierten Runlevel-Editor bewerkstelligen, den Sie im Bereich
System finden. Bearbeiten Sie die Runlevel-Eigenschaften. Es öffnet sich
eine Liste der verfügbaren Dienste. Samba besteht aus zwei Diensten: nmb
und smb. Wählen Sie diese aus und starten Sie beide:

Wenn Ihr Samba bereits lauffähig eingerichtet war, sollten Sie jetzt wieder
in der Lage sein, auf die Freigaben zuzugreifen.
Der Runlevel-Editor bietet auch die Möglichkeit, Samba so einzurichten,
daß es gleich beim Systemstart geladen wird:

Diese Änderung sollte ebenfalls für beide Dienste vorgenommen werden.
Bestätigen Sie den Dialog. so dass YaST2 die notwendigen Änderungen
vornehmen kann. Beim nächsten Systemstart wird Samba automatisch geladen.
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