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Dieses Tutorial beschreibt, wie man einen Computer unter Windows 2000 in ein Windows-Netzwerk
einbindet. Es wird vorausgesetzt, dass der Computer bereits über eine Netzwerkkarte
verfügt.
Netzwerkkarte einrichten
Nach der Installation von Windows 2000 stellt sich zuerst
die Frage, ob die Netzwerkkarte erkannt und eingerichtet wurde. Mit einem Blick
in den Gerätemanager läßt diese sich schnell beantworten:

In diesem Fall hat Windows 2000 die Netzwerkkarte nicht
erkannt. Sie wird lediglich als Ethernet-Controller mit einem vorangestellten
Ausrufezeichen angezeigt.
Sie benötigen zuerst einen passenden Treiber für
Windows 2000. Normalerweise werden passende Treiber auf einer Diskette bzw.
CD zu der Netzwerkkarte mitgeliefert. Falls Sie keine passenden Treiber für
die Karte besitzen, hilft nur noch ein Besuch auf der Webseite des Herstellers.
Treiber.de
und Heise bieten
direkte Links zu den Downloadseiten der gängigen Hersteller.
Um den Treiber für die Karte zu installieren, klickt
man mit der rechten Maustaste auf die Karte und wählt den Punkt Eigenschaften:
Im Gerätestatus gibt Windows 2000 an, daß
der Treiber nicht installiert ist und darunter findet sich der Button Treiber
erneut installieren.
Im nächsten Schritt fragt Windows 2000 ab, ob es
nach dem Treiber suchen soll, oder ob man den Pfad zum Treiber manuell eingeben
möchte. Im ersten Schritt kann man getrost die Option Nach einem passenden
Treiber für das Gerät suchen wählen.
Beim nächsten Schritt stehen die Optionen Diskettenlaufwerke,
CD-ROM-Laufwerke und Andere Quelle angeben zur Auswahl. Falls
man im Besitz einer originalen Treiberdiskette oder Treiber-CD ist, findet Windows
2000 den Treiber meist automatisch. Falls das nicht klappt oder der Treiber
irgendwo auf der Festplatte liegt, sollte man die dritte Option wählen
und den genauen Pfad zu dem Verzeichnis angeben, in dem sich die INF-Datei des
Treibers befindet.

Es kann sein, daß Ihnen bei der Installation des
Treibers folgende Meldung erscheint:
Windows 2000 beklagt sich hier, daß der Treiber
nicht von Microsoft auf die Kompatibilität mit Windows überprüft
wurde. Das hat jedoch im Regelfall nichts zu bedeuten und man kann die Installation
des Treibers ohne Bedenken fortsetzen. Nachdem Windows die notwendigen Dateien
kopiert hat steht jetzt unter Umständen noch ein Neustart an.
TCP/IP einrichten
Falls Sie in Ihrem Netzwerk einen DHCP-Server
(beispielsweise eingebaut in einen DSL-Router) haben, dann können Sie diesen
Abschnitt überspringen.
Andernfalls gehen Sie in die Systemsteuerung. Hier sollte
im Modul Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen eine LAN-Verbindung
angezeigt werden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die LAN-Verbindung
und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt Eigenschaften.

Wählen Sie das Internetprotokoll (TCP/IP) aus und
klicken Sie auf Eigenschaften.
Wählen Sie die Option Folgende IP-Adresse verwenden.
Hier sollten Sie auf jeden Fall eine passende IP-Adresse
und Subnetz-Maske eintragen. Der Standard-Gateway ist nicht
zwangsläufig nötig.
Eventuell sollten Sie noch im Reiter DNS einen
DNS-Server definieren, falls Sie über eine Verbindung zum Internet verfügen.
Genaueres zu den Optionen des TCP/IP Protokolls finden
Sie im allgemeinen Teil des Tutorials.
Wenn Sie alle notwendigen Angaben gemacht haben, bestätigen
Sie das Dialogfenster mit OK. Ein Neustart ist unter Windows 2000 nach dem Ändern
der IP-Adresse nicht notwendig.
Falls Sie eine Warnung erhalten, dass die Einstellungen
eine leere primäre WINS-Adresse enthalten, können Sie diese getrost
ignorieren. Diese Meldung tritt immer dann auf, wenn Sie die Einstellungen des
WINS-Adresse Reiters im Abschnitt Erweitert angesehen aber
dort nichts angegeben haben.
Arbeitsgruppe wählen
Zum Abschluss muss man noch festlegen, in welche
Arbeitsgruppe der Computer aufgenommen werden soll. Der Name der Arbeitsgruppe
sollte in kleineren Netzwerken auf allen Computern der selbe sein.
Wechseln Sie dazu in die Systemsteuerung in den Abschnitt
System. Hier gibt es einen Reiter Netzwerkidentifikation.
Neben dem Computernamen können Sie hier den Namen der Arbeitsgruppe ändern,
dem der Computer angehören soll.
Nach dem anstehenden Neustart sollten Sie eine Verbindung
zum lokalen Netzwerk haben.
Benutzer einrichten
Windows 2000 verlangt nach dem Start in der Regel nach einer Anmeldung, wenn
nicht definiert wurde, daß immer automatisch ein Benutzer angemeldet werden
soll.. Auch der Zugriff auf einen Computer unter Windows 2000 wird normalerweise
nur demjenigen gewährt, der auf dem Computer über ein Benutzerkonto
verfügt. Wenn ein Computer unter Windows 2000 im Netzwerk Dateien oder
einen Drucker freigeben soll, ist es deshalb notwendig, für jeden Benutzer
im Netzwerk ein Konto einzurichten. Diese Funktion lässt sich auch umgehen,
doch dazu gleich mehr.
Um Benutzerkonten anzulegen, geht man in der Systemsteuerung in den Abschnitt
Verwaltung. Hier gibt es wiederum ein Modul namens Computerverwaltung:

Nach der Installation ist lediglich ein Konto für den Administrator und
ein Gast-Konto eingerichtet. Letzteres ist allerdings deaktiviert (ein Doppelklick
auf den Gast öffnet die Eigenschaften des Kontos).
Aktiviert man das Gast-Konto, dann sind Freigaben im Netzwerk nicht mehr an
ein Benutzerkonto gebunden, sondern jeder darf auf sie zugreifen. Das ist zwar
gemütlich, weil man nicht für jeden Benutzer ein eigenes Konto definieren
muss, jedoch untergräbt es den Sicherheitsgedanken von Windows 2000.
Neue Konten legt man über einen Rechtsklick in der linken Fensterhälfte
und den Punkt neuer Benutzer im Kontextmenü an. Auf jeden
Fall muss den Benutzernamen und das Kennwort vergeben. Der vollständige
Name und die Beschreibung sind nicht unbedingt notwendig. Es stehen noch verschiedene
Optionen zu der Handhabung der Kennwörter bereit. Der Einfachheit halber
kann man beispielsweise die Option Kennwort läuft nie ab wählen.
Wenn man den neuen Benutzer mit der rechten Maustaste anklickt, man
die Option Eigenschaften wählt und man anschließend in den
Reiter Mitgliedschaft wechselt, besteht noch die Möglichkeit,
den neuen Benutzer einer Gruppe zuzuordnen und ihm dadurch bestimmte Rechte
verleihen.
In der Standardeinstellung wird ein neuer Benutzer der Gruppe Benutzer zugeordnet.
Diese Gruppe darf am System nur sehr wenige Veränderungen vornehmen. Die
Gruppe Hauptbenutzer verfügt über etwas mehr Rechte (beispielsweise
zum Erstellen von Netzwerkfreigaben) und die Gruppe Administratoren
verfügt über alle Rechte
Freigaben von Verzeichnissen und Druckern
Um ein Verzeichnis der Festplatte für andere Benutzer freizugeben, müssen
Sie über die erforderlichen Rechte verfügen. Sie sollten zumindest
ein Mitglied der Gruppe Hauptbenutzer sein.
Öffnen Sie den Windows-Explorer und wählen ein Verzeichnis aus, das
Sie im Netzwerk freigeben möchten. Mit einem Rechtsklick auf das Verzeichnis
gelangen Sie in das Kontextmenü, in dem Sie die Option Freigabe
wählen.

Im darauf folgenden Fenster wird der Name festgelegt, unter dem das Verzeichnis
im Netzwerk freigegeben wird. Weiterhin können Sie einen Kommentar angeben,
der in der Detailansicht der Netzwerkumgebung angezeigt wird.
Sie können zusätzlich festlegen, wie viele Computer gleichzeitig
auf die Freigabe zugreifen dürfen. In der Workstation-Version von Windows
2000 ist die maximale Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen auf eine Freigabe
auf 10 begrenzt.
Im Dialogfeld Berechtigungen können Sie definieren, wer auf die Freigabe
zugreifen darf, und welche Rechte die jeweilige Gruppe bzw. der jeweilige Benutzer
erhalten soll.
Nachdem Windows 2000 es auch erlaubt, auf der Dateiebene Rechte zu vergeben,
müssen Sie allerdings auch darauf achten, inwiefern die Rechte auf der
Datei- und auf der Freigabeebene zusammen passen. Die Rechte auf der Dateiebene
haben hier stets Vorrang. Wenn ein Benutzer lokal nur lesend auf ein Verzeichnis
zugreifen darf, dann kann er auch über eine Freigabe nicht auf dieses Verzeichnis
schreiben, auch wenn er auf die Freigabe über Vollzugriff verfügt.
Um einen Drucker freizugeben gehen Sie im Startmenü über
Einstellungen zu den Druckereinstellungen. Wählen Sie
auch hier mit der rechten Maustaste den Drucker aus, den Sie freigeben möchten,
und wählen Sie Freigabe
Zugriff auf andere Computer
Prinzipiell bestehen zwei Möglichkeiten, um auf andere Computer zuzugreifen.
Die einfachste Variante ist es, die Netzwerkumgebung zu durchforsten. Unter
dem Punkt Benachbarte Computer erscheinen die anderen Computer der
Arbeitsgruppe. Eine Übersicht der verfügbaren Arbeitsgruppen findet
sich unter dem Punkt Gesamtes Netzwerk. Wenn Sie einen Computer im
Netzwerk öffnen, sehen sie, was dieser freigibt.
Sie können allerdings auch direkt auf Ressourcen zugreifen, wenn Sie wissen,
wie diese heißen. Um direkten Zugriff auf eine Freigabe eines anderen
Computers zu bekommen, können Sie diese als Netzwerklaufwerk verbinden.
Im Windows-Explorer wählt man dazu im Menü Extras die Option
Netzlaufwerk verbinden:

Sie können den Laufwerksbuchstaben selbst bestimmen, unter dem die Freigabe
verbunden werden soll. Der Pfad \\server\install im Beispiel bedeutet,
dass die Freigabe install des Computers server verbunden werden
soll. Wenn Sie die Option Verbindung beim Start wiederherstellen wählen,
verbindet Windows das Netzlaufwerk beim Neustart automatisch wieder unter dem
gewählten Laufwerksbuchstaben.
Um auf einen Netzwerkdrucker zuzugreifen gehen Sie im Startmenü
über Einstellungen zu den Druckereinstellungen. Wählen
Sie dort die Option Neuer Drucker. Bestätigen Sie die erste Abfrage
und wählen Sie danach Netzwerkdrucker aus. Der Netzwerkpfad entspricht
analog zu den Verzeichnissen dem System \\Computername\Drucker. Zum
Abschluss verlangt Windows 2000 unter Umständen nach einem passenden Treiber
für den Drucker. Wählen Sie entweder ein passendes Modell aus der
Liste aus, die Ihnen Windows anbietet, oder installieren Sie über den Button
Diskette den Treiber von der Installations-CD.
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